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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
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wäre unser Ende da, als das Ende erkennensdurstigerWesen, welche am Ziehen von immer feineren Fädenvon Interessen ein Spinnen-Dasein und Spinnen-Glückgeniessen, und die zuletzt vielleicht freiwillig dendünnsten und zartesten Faden selber abschneiden, weilaus ihm kein noch feinerer sich ziehen lassen will.

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Die Geschichte der Wissenschaft zeigt den Sieg deredlen Triebe: es ist sehr viel Moralität in Umlauf inder Praxis der Wissenschaft.

60.

(Vgl. Morgenröthe, Apk. 424 u. Jenseits von Gut und Böse, Aph. 204 ff.)

Die Wissenschaft hat viel Nutzen gebracht, jetztmöchte man, im Misstrauen gegen die Religion undVerwandtes, sich ihr ganz unterwerfen. Aber Irrthum!Sie kann nicht befehlen, Weg weisen: sondern erst,wenn man weiss, wohin, kann sie nützen. Im allge-meinen ist es Mythologie, zu glauben, dass die Erkennt-nis immer das, was der Menschheit am nützlichsten undunentbehrlichsten sei, erkennen werde, sie wird ebenso sehr schaden können als nützen. Die höchstenFormen der Moralität sind vielleicht unmöglich beivoller Helle.

61.

Die Macht der Wissenschaft baut jetzt ein Gefühlder Macht auf, wie es Menschen noch nicht gehabthaben. Alles durch sich selber. Was ist dann dieGefahr? Welches wäre die grösste Vermessenheit, vor-ausgesetzt, dass die Wissenschaft eben Wissenschaftbleibt?