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genehmerer Glaube gewesen sein mag. Dann wird vieltrügliche Hoffnung und also viel Enttäuschung wenigersein, und der Anlass zum Trösten seltener als jetzt.
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Je nachdem das Gefühl der Schwäche (Furcht) oderdas der Macht überwiegt, entstehen pessimistische oderoptimistische Systeme.
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In Dingen des Geistes ist jeder gross, der, als grosseAusnahme, die Dinge des Wissens stark empfindet undgegen ferne Dinge sich so verhält wie gegen die näch-sten, so dass sie ihm wehe thun, Leidenschaft erregen,grosse Erhebungen geben können, kurz dass sie mit denstärksten Trieben bei ihm verschmolzen sind. (Redlich-keit zum Beispiel wäre wohl Neugier Stolz HerrschsuchtMilde Grossmuth Tapferkeit in Bezug auf Sachen, diefür die meisten ganz kalt und abstract beiben.) Passionfür Abstracta und Unfähigkeit, ein Abstractum sich fernund gleichgültig zu halten, macht den Denker.
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(Vgl. Morgenröthe, Aph. 547.)
Plato musste es noch erleben, dass die Lehre vonden Ideen von einem helleren und umfänglicheren Geiste,als er war, widerlegt wurde: und der Widerlegende warnoch jüngst sein Schüler gewesen. So lange die Denkerihre Erkenntnisse als ihre Erzeugnisse betrachten, solange noch jene lächerliche Vater-Eitelkeit in ihnenwüthet, wird die Widerlegung die Dornenkrone derPhilosophen sein — wie viele haben sie schon tragenmüssen!—, während ein Freund der Wahrheit, das heisst