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That und Urtheil wehe zu thun, eine viel grössere Be-friedigung brachte, als ihm eben damit wohl zu thun:die Zeit, wo man an böse Gottheiten glaubte. DieFreude an dem Wehethun durch moralische Urtheilestärkte immer den Hang zu schädlichen und grausamenHandlungen und wurde so selber die Veranlassunggrösseren Wehes, als das moralische Urtheil zu thunvermag.
Da die moralischen Urtheile und Gefühle sehr vielElend gebracht haben, namentlich die Gewissensbisse,so ist zu fragen: ist dies durch ein grosses Gut auf-gewogen?“ „Die Menschheit existirt durch sie.“ Zweifel-haft: die thierischen Gattungen existiren ohne sie. VieleStämme haben gegen ihre Nachbarn wegen der mora-lischen Unterschiede solche Vernichtungswuth.
Es giebt so viele Moralen jetzt: der Einzelne wähltunwillkürlich die, welche ihm am nützlichsten ist (er hatnämlich Furcht vor sich selber), das heisst, er muss denIrrthum umarmen, im Grade darnach, dass er ein ge-fährliches Thier ist. — Ehemals, wo die Leute einerRasse gleich waren, genügte auch eine Moral.
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Wer sich jetzt auf die Sitte beruft als den Grundseiner Handlungsweise, sagt beinahe: ich bin abergläu-bisch, oder: ich bin tolerant, — aber ehemals hiess es:ich bin klug und gut.