Zur Geschichte der moralischenEmpfindungen.
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Vom Standpunkte des intellectualen Gewissenszerfallen die Menschen in gute: solche, welche den gutenWillen haben, sich belehren zu lassen — und solche,welche diesen Willen nicht haben: die bösen.
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Das was erst herkömmlich ist, wird nicht nur mitPietät sondern auch mit Vernunft und Gründen nach-träglich überhäuft und gleichsam durchsickert. Sosieht zuletzt eine Sache sich vernünftig an (vieles an ihrist zurechtgeschoben und verschönt). Dies täuscht überihre Herkunft.
6 .
Der grösste Theil unseres Wesens ist uns unbekannt.Trotzdem lieben wir uns, reden als von etwas ganz Be-kanntem, auf Grund von ein wenig Gedächtniss. Wirhaben ein Phantom von „Ich“ im Kopfe, das uns viel-fach bestimmt. Es soll Consequenz der Entwicklung be-kommen. Das ist die Privat-Cultur-That — wir wollenEinheit erzeugen (aber meinen, sie sei nur zu entdecken!).