Druckschrift 
11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
Seite
106
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49 -

Der Satz:gegen das Vortreff liehe giebt es keineRettung als die Liebe, recht wagnerisch. Tiefe Eifer-sucht gegen alles Grosse, dem er neue Seiten ab-gewinnen kann, Hass gegen das, wo er nicht herankann: Renaissance, französische und griechische Kunstdes Stils.

50.

Eifersucht gegen alle Perioden des Maasses:er verdächtigt die Schönheit, die Grazie, er spricht demDeutschen nur seine Tugenden zu und verstehtauch alle seine Mängel darunter.

5 1 -

Wagner hat nicht die Kraft, die Menschen im Um-gänge frei und gross zu machen: Wagner ist nicht sicher,sondern argwöhnisch und anmaassend. Seine Kunstwirkt so auf Künstler, sie ist neidisch gegen Rivalen.

Platos Neid. Er will Sokrates für sich in Be-schlag nehmen. Er durchdringt ihn mit sich, meint ihnzu verschönen, (xcdog 2coxQarrjs) allen Sokratikern zu ent-ziehn, sich als Fortlebenden zu bezeichnen. Aber erstellt ihn ganz unhistorisch dar, auf die gefährlichste Kante:wie Wagner es mit Beethoven und Shakespeare macht.

53 -

Ein Dramatiker spielt, wenn er von sich redet, eineRolle, es ist unvermeidlich. Wagner, der von Bach und