Nachtrag
zu den
„Bayreuther Horizont-Betrachtungen“.
Gedanken zum zweiten Vortrage: der „Gebildete“in seinen Formen.
(Auf S. 354 anzufügen.)
5 -
Selbst ein so ehrenfester Bibelkritiker, wie DavidStrauss, fängt an, wie eine Köchin aus der chemischenGarküche zu reden, wenn der hegel’sche Dunst allmäh-lich von ihm abgeflogen ist. Die bekanntlich so „ge-bildeten“ Deutschen verstehen sich darauf, mit Natur-wissenschaften sich nur als entlaufene Candidaten derTheologie zu befassen, und hören nur dahin, wo ihnendas „Wunder“ recht kräftig in Verruf gethan erscheint.Jetzt lernt man nun gar, seiner engen Philisterhaftigkeitrecht herzlich froh zu sein — der Philister hat seineUnschuld verloren (Riehl). Der Philister und der windige„Gebildete“ unserer Zeitungsatmosphäre reichen sichbrüderlich die Hand, und unter dem gleichen Jauchzen ver-nichtet der Bonner Afterphilosoph Jürgen Bona-Meyerden Pessimismus und Jahn oder Strauss die neunte