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Wir waren uns bewusst, dass wir dartials an einensogenannten Beruf insgesammt nie gedacht hatten, Dankunserem Vereine. Die nur zu häufige Ausbeutung dieserJahre durch den Staat, der sich möglichst bald brauch-bare Beamte heranziehn und sich ihrer unbedingtenFügsamkeit durch übermässig anstrengende Examinaversichern will, war durchaus von unsrer Bildung inweitester Entfernung geblieben; und wie wenig irgendein Nützlichkeitssinn, irgend eine Absicht auf rasche Be-förderung und. schnelle Laufbahn uns bestimmt hatte,lag für jeden von uns in der heute einmal tröstlich er-scheinenden Thatsache, dass wir auch jetzt beide nichtrecht wussten, was wir werden sollten, ja dass wir unsum diesen Punkt gar nicht bekümmerten. Diese glück-liche Unbekümmertheit hatte unser Verein in uns ge-nährt; gerade für sie waren wir bei seinem Erinnerungs-feste, recht von Herzen dankbar. Ich habe schon einmalgesagt, dass ein solches zweckloses Sich-Behagenlassenam Moment, ein solches Sich-Wiegen auf dem Schaukel-stuhl des Augenblicks für unsre allem Unnützen abholdeGegenwart fast unglaubwürdig, jedenfalls tadelnswertherscheinen muss. Wie unnütz waren wir! Und wie stolzwaren wir darauf, so unnütz zu sein! Wir hätten miteinander uns um den Ruhm streiten können, wer 1 vonbeiden der Unnützere sei. Wir wollten nichts bedeuten,nichts vertreten, nichts bezwecken, wir wollten ohne Zu-kunft sein, nichts als bequem auf der Schwelle der Gegen-wart hingestreckte Nichtsnutze — und wir waren es auch,Heil uns!
So nämlich erschien es uns damals, meine geehrtenZuhörer!
Diesen weihevollen Selbstbetrachtungen hingegeben,war ich ungefähr im Begriff, mir nun auch die Frage