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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
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Aschylus und Euripides bei Aristophanes. Unbewusst-heit der Alten in Ästhetik.

Der Künstler und der Nichtkünstler. Was istKunsturtheil? Dies das allgemeine Problem.

Der Dichter nur möglich unter einem Publicumvon Dichtern. (Wirkung der Nibelungen Wagners.)Ein phantasiereiches Publicum. Dies ist gleichsam seinStoff, den er formt. Das Dichten selbst nur eineReizung und Leitung im Phantasiren. Der eigentlicheGenuss das Produciren von Bildern, an der Hand desDichters. Also Dichter und Kritiker ein unsinnigerGegensatz sondern Bildhauer und Marmor, Dichterund Stoff.

Die Entscheidung im äycov ist nur das Geständniss:der und der macht uns mehr zum Dichter: dem folgenwir, da schaffen wir die Bilder schneller. Also einkünstlerisches Urtheil, aus einer Erregung der künstle-rischen Fähigkeit gewonnen. Nicht aus Begriffen.

So lebt der Mythus fort, indem der Dichter seinenTraum überträgt. Alle Kunstgesetze beziehn sich aufdas Übertragen.

Ästhetik hat nur Sinn als Naturwissenschaft: wie dasApollinische und das Dionysische.

Schluss: Dithyrambus auf die Kunst und denKünstler: weil sie den Menschen erst herausschaffenund alle seine Triebe in die Cultur übertragen.