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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
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Das Übermass des Willens bringt die erhabenenEindrücke hervor, die überladenen Triebe. Die schaurigeEmpfindung der Unermesslichkeit des Willens. DasMass des Willens bringt die Schönheit hervor.

Das Schöne und das Licht, das Erhabene und dasDunkel.

Vorstellung: Gegensatz der Selbstzerfleischung.

Selbstgenuss: nur möglich durch Selbstzerspaltung.

Ganz-Genuss: Schönheit.

Genuss in der Zerfleischung: Erhabenheit.

6. Willensfreiheit und Ethik.

Der ganze Process der Weltgeschichte bewegt sichso, als ob Willensfreiheit und Verantwortlichkeitexistire. Es ist dies eine noth wendige moralische Vor-aussetzung, eine Kategorie unseres Handelns. Jene strengeCausalität, die wir recht wohl begrifflich fassen können,ist nicht eine nothwendige Kategorie. Die Consequenzder Logik steht hier der Consequenz unsres das Handelnbegleitenden Denkens nach.

Wenn unser Handeln ein Schein ist, so muss natür-lich auch die Verantwortlichkeit nur ein Schein sein.Gut und Böse. Mitleid.

Der Glaube der Freiheit und der Verantwortlichkeiterzeugt nun den Wahn desGuten, das heisst des reinGewollten, ohne Egoismus Gewollten. Was ist jetztEgoismus? Lustempfindung bei der Kraftäusserung desIndividuums. Gegensatz: Lustempfindung bei der Ent-

äusserung des Individuums. Das Leben in den Vielen,die Lust ausser dem Individuum, unter dem Individuumüberhaupt. Das Sich-Eins-fühlen mit dem Erscheinendenüberhaupt ist das Ziel. Dies ist die Liebe. Der Gott