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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
Entstehung
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unendlichen Dasein bejaht auf das stärkste alles, was dieDauer des Daseins verbürgt, zum Beispiel das Christen-thum, die Moral. Er strebt nach einer Utopie. Er isthöchst universalistisch gesinnt, der Einzelne ist ihmnicht mehr werth, als er das Dasein zu fördern vermag.Auf die reine Gier zum Dasein gründet sich die Ethik.Das Einzige ihm nicht unbedingt Unterliegende istdie Abstraction, ursprünglich ein Mittel, allmählichemancipirt.

Die begriffliche Moralität: die Pflicht. Was für denEinzelnen sich als Begriff der Pflicht erzeugt, ist übrigensdoch nur Sache des Willens.

Idealismus der Ethik im Sinne gesagt wie Idealis-mus der Anschauung (Kant).

Man kann nicht über den Willen hinweg: wie stehtes bei den Asketen? Selbstmord? Nur durch Berau-schung oder Vernichtung des Bewusstseins möglich? Nurim Streben nach glücklicherem Sein ist Selbstmordmöglich. Das Nichtsein ist nicht zu denken.

Die Tugenden der Abstraction, zum Beispiel unbe-dingte Wahrhaftigkeit.

Die asketischen Richtungen sind aufs höchstewider die Natur und meist nur die Folge der ver-kümmerten Natur. Diese mag eine verschlechterte Rassenicht fortpflanzen. Das Christenthum konnte nur ineiner verkommenen Welt zum Siege kommen.

Man kommt nicht über den Willen hinweg: dieMoral, die Kunst stehn nur in seinem Dienste und arbeitennur für ihn. Vielleicht ist die Illusion, dass es gegenihn geschehe, nothwendig.

Der Pessimismus ist unpraktisch und ohne die Mög-lichkeit der Consequenz! Das Nichtsein kann nichtZiel sein.