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könnte, ein Wesen von zürnender Hoheit, stolze-stem Blick, kühnstem Wollen, ein Kämpfer, ein Dichter,ein Philosoph zugleich, mit einem Schritte, als ob esgälte über Schlangen und Ungethüme hinwegzuschreiten.Dieser zukünftige Held der tragischen Erkenntniss wirdes sein, auf dessen Stirne der Abglanz jener grie-chischen Heiterkeit liegt, jener Heiligenschein, mit demeine noch bevorstehende Wiedergeburt des Alterthumsinaugurirt wird, die deutsche Wiedergeburt der helle-nischen Welt.
Ach, mein verehrter Freund, kaum darf ich sagen,in welcher Weise ich meine Hoffnungen für diese Wie-dergeburt mit der gegenwärtigen blutigen Glorie desdeutschen Namens verbinde. Auch ich habe meine Hoff-nungen. Diese haben es mir möglich gemacht, währenddie Erde unter den Schritten des Ares zitterte, unaus-gesetzt und selbst mitten im Bereich der entsetzlichennächsten Wirkungen des Krieges der Betrachtung meinesThemas obzuliegen, ja ich erinnere mich, in einsamerNacht mit Verwundeten zusammen im Güterwagen liegendund zu deren Pflege bedienstet, mit meinen Gedankenin den drei Abgründen der Tragödie gewesen zu sein:deren Namen lauten „Wahn, Wille, Wehe“. Und woherschöpfte ich da die tröstliche Sicherheit, dass jener zu-künftige Held der tragischen Erkenntniss und der grie-chischen Heiterkeit nicht unter ganz anders geartetenErkentnissen und Heiterkeiten bereits in der Geburt er-stickt werde?
Sie wissen, wie ich mit Abscheu jenen Irrwahnzurückweise, dass das Volk oder gar, dass der Staat„Selbstzweck“ sein solle: aber ebenso sehr widerstrebtes mir, den Zweck der Menschheit in der Zukunft derMenschheit zu suchen. Weder der Staat, noch das Volk,