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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
Entstehung
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sowohl für unsere Ästhetisch-Empfindsamen und ihre Ekelerregende AVeichlichkeit als auch für jenes robuste oderbeleibte Gesindel, das in der Kunst nicht mehr als einlustiges Nebenbei, als ein auch wohl zu missendesSchellengeklingel zumErnst des Daseins zu erkennenim Stande ist: als ob niemand wüsste, was es in dieserGegenüberstellung mit einem solchenErnst des Daseinsauf sich habe. AVenn nun gar aus so verschiedenenKreisen das AA^ortgriechische Heiterkeit in die AA r elthineinklingt, so dürfen wir immer schon zufrieden sein,wenn es nicht geradewegs alsbequemer Sensualismuszu interpretiren ist: in welchem Sinne Heinrich Heinedas AVort häufig und immer mit sehnsüchtiger Regunggebraucht hat. Diejenigen aber, deren Lob bei der Durch-sichtigkeit, Klarheit, Bestimmtheit und Harmonie dergriechischen Kunst stehen bleibt, im Glauben, unter demSchutze des griechischen Vorbildes sich mit allem Ent-setzlichen des Daseins abfinden zu können eine GattungMenschen, die von Ihnen bereits, mein verehrter Freund,in Ihrer denkwürdigen Schriftüber das Dirigiren mitunvergleichlich scharfen Zügen ans Licht gestellt wordenist diese sind zu überzeugen, dass es zum Theil anihnen liegt, wenn der Unterboden der griechischen Kunstihnen flach erscheint, zum Theil auch am innersten AVesender besagten griechischen Heiterkeit: in welchem Bezügeich den Besten unter ihnen andeuten möchte, es giengeihnen wie solchen, die in das hellste, von der Sonnedurchschienene Seewasser sehen und den Grund des Seesganz in ihrer Nähe wähnen, als ob er mit der Hand zuerreichen wäre. Uns hat die griechische Kunst gelehrt,dass es keine wahrhaft schöne Fläche ohne eine schreck-liche Tiefe giebt; wer indess nach jener Kunst der reinenFläche sucht, der sei ein für allemal auf die Gegenwart