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haben, dessen Grundplan bereits fest Umrissen war,dessen Bausteine bereit lagen. Aber in den kleinerenGelegenheitsschriften der dritten Periode sowohl, wie indem stückweisen Entstehen der vier Theile des „Zara-thustra“ verräth sich die Ungeduld und der kurzeAthem des Leidenden, der keine Zeit hat und nichtwarten kann, dass die grossen Früchte langsam reifen.Ich kann mich nicht überreden, in dem Meisten, wasNietzsche unter so widrigen Umständen geschaffenhat, voll wiegende Werke oder gar die Grenzen dessenzu sehn, was seiner Kraft erreichbar war, und ich er-blicke in dem, was er gegeben hat, nur Andeutungengrösserer, schönerer Möglichkeiten seiner Entwicklung,Möglichkeiten, die ihrer Verwirklichung vielleicht sehrnahe gestanden haben.
b) Es folgen ferner die Nachträge zu den wirklichausgeführten Dispositionen. Bisweilen geschieht es,dass Nietzsche bei der Ausführung ganze Theile ausscheidetund zurückstellt: auch hiefür liefert die „Geburt der Tra-gödie“ das merkwürdigste Beispiel. Ferner findet beiaphoristischen sowohl wie bei zusammenhängendenSchriften vieles in der späteren Ordnung keinen Platz,sei es, weil es sich als Faden des Textgewebes nichtbequem einspinnen liess, sei es, weil es von der Färbungdes nun entstehenden Ganzen zu stark abstach, sei es,dass es unzeitgemässe Frühgeburten waren. Da Nietzschenun fast niemals Aufzeichnungen für frühere Schriftenbei der Abfassung späterer wieder verwendete, und als nierastender Wanderer und Besitzer unerschöpflicher Gold-gruben früher gemünzte Gedanken schnell und gründlichvergass, blieb eine grosse Zahl merkwürdiger Stellenin den Entwurfbüchern vergraben: die wichtigsten vonihnen bilden den weiteren Inhalt der „Nachträge“.