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ein Haus nahe beym Graben zu besehen, was er auchinuthig ins Werk setzte. Da nun die Belagerten, diesich nicht übel vertheidigt Hütten, sahen, daß ihnennoch etwas schlimmeres drohte, so kapitulierten sic nochdenselben Abend, und ergaben sich gegen freyen Ab»zug mit klingendem Spiel und brennender Lunte. EinTheil der Truppen des Prinzen rückten ein, die andernblieben vor der Stadt.
Unterdessen aber war der Herzog von Feriä-Statthalter von Mailand, mit zwanzigtausend Mannzu Fuß, fünftausend Pferden und einer Menge Ar-tillerie vor Aqui gerückt. Guillays, der in dem Platzlag, und den dieß alles Nicht schreckte, wiewvl er nichtim Stand war dagegen auszuhalken, hatte sich dochdazu entschlossen, und gerüstet, und ermahnte die Wal«liser dazu, denen die Erscheinung dieser Armee Furchteingejagt hatte. Allein ihr Oberster erklärte ihm ohneUmstande, er werde sich nicht vcrtheidigen, Und wennGuillayS nicht kapitulire, so werde er seine Kapitula-tion für sich machen, und mit den Genügen abziehem.Betroffen über diesen Entschluß that Guillays seinMöglichstes, ihm Muth zuzusprechen, und stellte ihmvor, wie viel Ehre sie durch eine murhige Gegenwehrerwerben könnten; daß sie dem Herzog und dem Con-netable ihr Wort gegeben hatten, sich wenigstens dreyTage lang zu halten, bis sie wieder zurückkämen, undsuchte alles nur Ersinnliche hervor, um sie zur Ber-theidigung zu vermögen. Allein, da die Furcht ihr In-nerstes durchdrungen hatte, so behackten sie bey ihremEntschluß, und Guillays, der sich ohne diesen Truppfo schwach befand, daß es Thorheit gewesen wäre, denPlatz eigensinnig behaupten zu wollen, da er noch dazudie Inwoh ner zu Feinden hatte — denn bey An-näherung dieser Armee verlvhren alle diese Leute die
Zunei- .