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Zweyte Abtheilung, Neunter Band (1795)
Entstehung
Seite
XXXIV
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«xrv Heinrich der HK

rrioten. Er! widmet der Königswürde' unverletz-lich die Devotion, ohne welche das Vaterlandin Gefahr käme. Aber zu Heinrichs des Hl Zeitenwar die Anhänglichkeit an das Oberhaupt desStaats noch nicht idealisch. Man mußte sie per-sönlich erwerben können. Ueberreste des alten Rit-tergeistes gaben noch unter dem zahlreichen Adelden Ton an. Wenn nach damahliger Sitte inden Hallen des königlichen Schlosses die jungenEdelleute in ihren Kampfspielen sich herumtummel-ten, so konnten nur die geübtesten den übrigenhervorstechende Achtung abnöthigen. An dieseschlossen sich die andern fest an. Jugendkraft undNachahmung entflammte sie zu partheilicher Vor- iliebe für den, welcher sich hervorthat. Aber kei- lner konnte hier viel mehr gelten, als in ihm lag.

Zog der König selbst nicht durch ritterliche Vor-züge !diese Blüthe des Reichs an sich, so konnteer höchstens die Eigennützigste aus den Haufen,welche von ihm, als dem Ausspender von Ehreund Sold, dieses Eigenthum des Staats zu er-schmeicheln im Sinne hatten, so lange als sie et-was zu hoffen sahen, zu Anhängern erhalten.

Hier war dann alles Partheisache. An das Wohl >des Staats als eines Ganzen war selbst der erste ^Gedanke noch nicht ins Licht hervorgedrungen. Auch iHeinrich der IV. hatte so lange nur eine Parthie !in seinem Reiche und war glücklich genug, dadurch ?

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