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Zweyte Abtheilung, Neunter Band (1795)
Entstehung
Seite
XXXIII
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von 1574 bis 1585.'

einmahl der äußerst gereizte Bürger, der Will-kühr dieser Wüstlinge etwas zu versagen, so hattesein König und jeder seiner Vornehmsten die Her-ablassung , wie eine Straßenrotte Nachts in seinHaus zu brechen, und durch alle ersinnliche Bübe-reien und Mißhandlungen ihre beleidigte Ehre>selbst zu schänden. Wozu auch irgend eine Zu-rückhaltung. J?de Neligionsceremonie mitzuma-chen, in demüthigenden Proceffionen, so wie inden tollsten Harlequinaden durch die Straß n zuziehen, für die gebeichtete Sünden so gewiß seineBußabgaben zu entrichten, als durch neue zu frevlen,dieß alles hielten Hof und König wie ein Gesetz,und glaubten nun sorglos, durch jene Devotion demVolke, vielleicht der Gottheit selbst, genug -mhanzu haben. Laster und Bußen sollten ungestört mit-einander abwechslen.

Bei all diesen Gründen der Verachtung ge-gen den König war für ihn das schlimmste, daßseine Zeitgenossen noch bei weitem nicht die Stim-mung angenommen hatten, mehr dem Throne rü-der Person des Königs anzuhangen. Möchte einspaterer König in seinem Privatleben noch so tiefunter die Würde der Menschheit herabsmken; dieallgemeine Zdee, Achtung für den Thron, für dengeweihten Vereinigungspunkt der ganzen Staats-gesellschaft , erwärmt dennoch das Herz des Pa-lVevkwKrvigk. IX. B» k tM-