Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Neunter Band (1795)
Entstehung
Seite
XXIX
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schaft. zur Gefangennehmung des Herzogs m Tu-rin selbst, rachen zu lassen.

Würklich den Gutmüthigsten unter allen Gro-ßen seines Reichs hatte er dadurch für immer zuseinem entschiedenen Feinde gemacht. So wichtigder Herzog von Damviile für die Parthie seynmußte, zu welcher er sich schlug denn er hatteden Ruf des großen Konnckables, als dessen zwcy-ter Sohn, für sich, und hielt al§ Statthalter inLanguedoc eine der unruhigsten Provinzen in Auf-sicht dennnoch hatteer bis dahin noch nie durchden Reitz, eine eigene Parthie anzuführen, z,rAnmaßungen gegen die Regierung sich verleitenlassen. Liebe zu Vergnügungen hatte an seinenEntschlüssen fürRuhe unläugbaren Antheil. Dochkannte man ihn auch als einen Mann von festerUrteilskraft und von Thäti'gkeit, wenn er sicheinmahl zu einer Ausführung bestimmt hatte. Jetztwar sein Bruder, der Marfchall von Mommo-rency in der Gewalt der Königinn; zetzt wollten dieMißvergnügten alle, Latholiken und Reformirte, zuMillaud, einer Stadt in Rouerguc, gegen dasäußerste, das sie von dem Lieblingssohn derselbenbefürchteten, gemeinschaftlich sich vereinigen; jetztdrohte schon Prinz CvnLe von Teutschland aus,mit einem Hülfsheer, um diesem Bündniß Star-ke zu geben; und gerade jetzt stieß das meuchsl-morderifche Hofregiment den Herzog von sich. S»

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