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Zweyte Abtheilung, Neunter Band (1795)
Entstehung
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Vorrede des Verfassers.

lieh fand- sie sey eine zu große Seltenheit, alsdaß sie nur der Gegenstand einer beschranktenhäuslichen Verehrung seyn sollte. Nun hatte ich ge-fürchtet/ eine Ungerechtigkeit zu begehen, wenn icheigennützig dem Publikum ein so gemeinnützigesGut vorcnthiette. Ich legte mir daher die Pflichtauf, eine Schilderung davon für das Publikumzu unternehmen, und unterzog mich, bey all demMisverhaltniß zwischen meinem Vorhaben undmeinen Kräften dennoch muthig dem Geschäft, inder Hoffnung, daß die Vorlrefflichkeit desStoffs den Abgang an Kunst Luder Behand-lung ersetzen solle.

Da ich indessen dabey überall auf so wun-dernswürdige BMenstieß, daß ich selbst, ohne dieunzweifelhaften Beweist, die ich von ihrer Gewiß-heit vor mir hatte, sie schwerlich glaublichgehalten haben würde; und daher bey mir erwog,daß sie, wenn sie nicht durch das Zeuaniß ei-ner ganzen gleichzeitigen Nation unterstützt wür-den, Gefahr lausen möchten, bey kommendenJahrhunderten keinen Glauben zu finden, und fürleere Erdichtung aus dem mistigen genommen zuwerden; so glaubte ich den Vorrheil nicht verlie-ren zu müssen, der für sie darin liegt, daß dieErzählung davon zu einer Zeit öffentlich erscheint,wo sie noch in so frischem Andenken sind, daß siebeynahe so viel Gewahrmanner als Leser finden,und frch also das Ansehen zusichern können, dasder öffentliche Glaube nolhwendig verschafft.

In Hoffnung, daß der Erfolg dieses bestä-tigen werde, zweifle ich nicht, daß selbst der mo-derne Annaliste, den man so manchen Trugs be-schuldigt, und der sich durch seine Jrrchümer undEntstellungen vonThatsachen in Ruf gebracht Kat,

erken-