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[2] (1794) (1794)
Entstehung
Seite
224
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welches der Herzog und er anzugreifcn gedachten;er war zween ganze Tage daselbst um die Truppenpassircn zu lassen, die zu dem Ende dahinwarts best-litten.

Nahe bey diesem neuen Lager liegt dasSchloß von Calos (i8), ein festes Haus, wo dieSpanier eine gute Besatzung eingelegt hatten, undzwar wider den Willen der Dame des OrtS, welchenur auf Gelegenheit wartete, sich diese ungebetenenGäste vom Halse zu schaffen. Diese Gelegenheitglaubte sie denn in der Nachbarschaft und Annäherungdes Marschalls gefunden zu haben, und that ihmheimlich ihre Absicht kund. Sic versprach, seine Leu-te durch ein Fenster ihres Apartements einzulaffen,wo die Spanier, aus Achtung für sie, niemand vonihren Leuten einquartiert hatten, weil sie um so weni-ger Mißtrauen in sie setzten, da sie ihre Absicht sehrgeschickt verborgen gehalten hatte.

Der Marschall trug diese Exekution seiner Gar-de auf, und die Capitains derselben, le Pccce undVcntervl begaben sich ungefähr um Mitternacht ge-rade unter das versprochene Fenster, und steigen aufeiner Leiter hinein. Als sie aus diesem Quartiernach dem andern kommen, gerathcn sie mit den Spa-niern ins Handgemenge, die sich bis aufs Aeuffcrstewehrten. Endlich aber nach einem langen Kampfwurde der größte Thei! niedergemacht, und der Restgefangen genommen, ohne daß die Leute des Mar-schalls mehr als drey Tode und einige Verwundetehatten. Diese That wurde für eine der kühnsten ge-halten, welche die Garde des Marschalls seit langerZeit ausgeführt hatte.