Druckschrift 
[2] (1794) (1794)
Entstehung
Seite
223
Einzelbild herunterladen
 

Hierauf befahl der Herzog man sollte auf der an-dern Seite einen blinden Angriff mit großem Lärmmachen, als wollte man den Platz ersteigen, was sogut gelang, daß viele Winde, welche die Breche be-setzt hatten, ste verließen, um dahin zu eilen , wo derblinde Angriff gcsch h, wodurch cs den andern leich-ter wurde, bis auf Pik.ulange anzurürken. Dießsetzte die Belagerten in Furcht, und weil sie sich nochdazu ohne Chef sahen, denn der Gouverneur mar ge-blieben, so fiengen ste an, unter den Trümmern ei-nes halbzusammengeschoffenen Hauses mit einigen derBelagerer von Vergleich zu reden.

Wahrend aber der Graf Veit, der den Herzogvon dieser Eröffnung hatte benachrichtigen lassen, aufAntwort wartete, warfen stch die französischen Sol-daten , ungeduldig und in Hoffnung großer Beute indem Platze zu machen, unter einem Hagel von Stei-nen und Feuertöpfen (17) hinein und machten sichMeister davon, wobcy sie jedoch einige an Tobten ver-lohren und fünfzig bis sechzig Verwundete hatten, wor-unter sich auch Officiers befanden. Diejenigen vonden Inwohnern, die sich zur Wehre setzen wollten,wurden medergehauen, der Rest gebrandschatzt unddie Ehre des andern Geschlechts geschützt.

Da der Herzog und der Marschall den Muchihrer Truppen nicht erkalten lassen wollten, und wuß-ten, daß in dem gegen Alba gelegenen Schloß Gua«rcna einige Kanonen und zwcyhundert Musketierwaren, schwenkten sie sich nach dieser Seite; sobaldsie aber hinkamen, ergab sich der Platz ohne Wider-stand. Der Marschall, der zu la Cisierna Halt ge-macht hatte, verließ dieß Quartier,, um das zu (öa-stiglivla zu beziehen, das ihn Alba näher brachte,

wcl»