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[2] (1794) (1794)
Entstehung
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71
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Cs scheint mir demnach, bey allen Verträgen,besonders bey denen, die zwischen Souverains ge-schlossen werden, scy besondere Rücksicht auf die Eh-re, Würde und den guten Ruf der Sachen sowohlals der Personen zu nehmen, damit Betrug undArglist nicht über die einfache Wahrheit siegen, denRedlichsten der Contrahcuten bethören, dem, wel»chcr gute Gründe für sich hat, Zwang auflegen, ihmsein Recht entziehen, und ihn dem nachsetzcn, deram wenigsten, sehr oft auch gar keins hat.

Diese Vorsichtsregeln scheinen mir in vorlie-gendem Fall um so nöthiger, da man es mit Leutenzu khun hat, welche in den meisten Vertragen mitden Beherrschern Frankreichs diese hintcrgangen, be-trogen und vervortheilt haben, bald durch falscheAuslegungen ihrer auf Schrauben gesetzten Worte,bald durch mißliche Bedingungen, bald durch offen-baren Betrug und baare Wortbrüchigkeit; vonwelchem allem leider nur zu viele Proben sowohl initalienischen und französischen Geschichtschreibern, alsauch in den Archiven der Rechnungskammer vonDauphine Vorkommen, namentlich in unserm Jahr-hundert bey den Traktaten von Chambery, Foffan,Carignan u. s. w.

Man hat also mit äusserHer Vorsicht bey demgorgeschlagenen Tausch des Marquisats Saluzzo ge-gen Brcsse zu Werk zu gehen, und wohl zu erwä-gen, ob das, was der Herzog von Savoyen von sei-ger Sekte bietet, eben so vieleswerth scy undausmache,als was er inne hat; was meines Erachtens sich nichtalso verhakt, indem ich im Gegentheil sehe, daß ernichts giebt, das dem Marquisak gleich zu schätzenwäre, kessen einzige Stadt Carmagnole dem Her-

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