38l
'der Provinz, hatte darum bitten lassen, hatte der alteMarschall von Biron-, der sich just bey dem König be-fand, in seinem schönsten Gaftognisch gesagt: „Fiker-ment, Sire, geben Sie ihn das Gouvernement vonjyon und das von Paris dazu, wenn er sie kriegenkann!" Auch hatte der König keine Schwierigkeit ge-macht, WS ihm zu bewilligen.
Iezk war er zu St. Denis und hielt Staatsrath alsSt. Julien ihm die Driefschasten von Lesdiguieres über-brachte. Nach deren Durchlesung, und als die Bitte zumVortrag kam, wies der Fmanzoberaufseher von 1) —den Sekretär sehr unfreundlich ab, denn er war ärgerlichdarüber, daß Lesdiguieres, da er doch kein Katholikewar, sich erkühnte, ein so ansehnliches Gouvernement zuverlangen, das einem Mann von seiner Religion nichtanvertraut werden konnte. Allein der Marschall vonBiron begegnete St. Julien sehr artig, und sprach mitihm von den Verbindlichkeiten,, welche der König und derStaat seinem Herrn hätten, und den großen Beloh-nungen, die er dafür erwarten dürfte, und führte danndie Gründe an, warum sein Gesuch dießmal nicht wohlstatt finden krönte.
St. Julien antwortete blos mit einer tiefenVerbeugung, und begab sich dann ganz kurz abgebro-chen weg. Allein just während die Anwesenden denKönig nachdenkend und düster über diese Sache erblik-ten, pochte St. Julien wieder an, und nachdemer hereingerufen worden war, sagte er: „Meine„Herrn, Ihre ganz unerwartete Antwort hat mich ein„Wort vergessen lassen, das ich noch zn sagen hatte.„Da sie nämlich nicht für gut finden, meinem Herrn„das Gouvernement von Grenoble zu geben, so möch-ten Sie auf Mittel bedacht seyn, es ihm zu neh-„m e n." Damit trat er wieder ab.^
Der