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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
377
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Mein sein Todfeind, der Erzbischofs von Ambrun,,dessen wir schon verschiedenem«! gedacht haben, undder sich damals in Grenoble befand, wohin er als ineine Freystadr geflüchtet? war, die jederzeit ganz sicherseyn mußte, erstaunte nicht wenig als er sich auf Ein-mal im Lesdiguieres Gewalt sah. Wir haben anders-wo die Ursachen des Haffes, erwähnt, den er gegen ihnhegte, wovon die hauptsächlichsten darin bestanden,daß er von ihm durch die Einnahme von Ambrun allerseiner Güter beraubt und sogar von seinem eignen Hau-se verbannt worden war. Er besuchte ihn. jedoch hier,und wurde von ihm ganz gegen, seine Erwartung sehrgut und höflich ausgenommen^

Als sesdrguieres seinen Gegenbesuch machte, sosagte er , nach den bey dergleichen Gelegenheiten ge-wöhnlichen Komplimenten, zu ihm : Unerachret er Hin-länglich feine üble Gesinnungen gegen ihn und die ver-schiedenen Unannehmlichkeiten kenne, die er ihm zu er-regen gesucht habe,, und unerachret er die Hofnung auf-gegeben habe, je so glücklich zu seyn, sich seine Freund-schaft zw erwerben: so bäte ec ihn dennoch darum, undbeschwöre ihndas Vergangene zu vergessen, und setz-te dieß Gespräch durch so viele Höflichkeiten und in soherzlichen Ausdrücken fort, daß dieser edelmüthige Prä-lat endlich besiegt und entzückt durch eine so große Frey-müthigkeit, als Lesdiguieres weg war, und er der Sa-che noch einmal bey sich nachdachte, sich nicht enthaltenkonnte mit freudevollem Herzen und thränenden. Augenauszurufen: Gott! wie könnt' ich je diesenMann hassen!

Wirklich wurden auch die Freundschaftsversiche-rungen, die er von ihm erhalten hatte, bald daraufin Erfüllung gebracht. Denn ausserdem, daß er ihn

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