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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
357
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Sicher hatte ihn eben dieser Mukh bey dieserGelegenheit weiter geführt als er sollte. Ein Gene-ral muß weislich bedenken, daß das Wohl einer Armeeund oft cineS ganzen Landes von ihm abhangk, unddaß er folglich seine Person nicht leichtsinnigerweiseaufs Spiel und einer augenscheinlichen Gefahr aussez-zen darf, besonders bey unbedeutenden Vorfällen.Denn so wie am menschlichen Körper der Kopf nichtdie Arbeit des Arms verrichtet, eben so darf am po-litischen Körper der General nicht den Dienst des ge-meinen Soldaten thun, den Fall der äussersten Nochausgenommen, wenn es darauf ankömmt, das Aeus-serste zu versuchen, und durch sein Beyspiel zum Kampfanzufeuern, wo seine Befehle nichts mehr fruchten wol-len. Indessen hat freilich ein tapfrer Mann, trotz seinerUeberzcugung von dieser Wahrheit, Mühe bey der-gleichen Gelegenheiten an sich zu halten. Ein Sol-dat ist bald gemacht, aber nicht so lcicht bald ein Feld-herr, und die Erhaltung dieser wichtigen Personen,die für so viele andre zu stehen haben, muß um somehr am Herzen liegen, je seltner sie werden.

Alphons hatte nach seiner Gefangennehmungdas MiSvergnügen seine Armee aus einander gehen zusehen, und wurde also ein neuer Beweis für die Rich-tigkeit dieser Maxime. Ein Theil seiner Leute zerstreu-te sich nach verschiedenen Seiten, der andre blieb inDauphine. Er selbst wurde gleich am folgenden Tagnach Burgund abgeführt.

Lesdiguieres der nun allein zum Dienst des Kö-nigs in der Provinz war, und nicht Lust hatte , dasGebiet von Vienne zu verlassen, ohne sich erst darin«eines Platzes versichert zu haben, stellte sich als woll-te er St. Julie beunruhigen, und nahm unterdessen

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