Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
316
Einzelbild herunterladen
 

Zi 6

sie war ein Stein des Anstoßes für den grösten Theilseiner Unternehmungen. Da er nicht stark genugwar, um sie durch eine Belagerung zu bändigen, sofiel ihm ein, daß er ein Mittel besaS, ihr ein Jochauf zu legen, daß sie nicht leicht würde abschüttelnkönnen.

Die Stadt liegt am Fuß eines Hügels, Puy«more genannt, über alle ringsumher enporragend,und gleichsam blos gebildet tun jenen zu beherrschen.Da Lesdiguieres gleich das erstemal als er Gap ein-nahm, (zu Anfang des Jahrs 1577) diese Lage sehrgut für ein Fort hielt, das die Stadt im Zaum hal-ten könnte, so verschaffe er sich den Plaz auf folgendeArt. Er und seine Freunde kaufte die Grund-stücke die darauf lagen, und verschiedenen Privatper-sonen gehörten, armen Leuten, denen es lieb; war einStük Geld daraus zu lösen. Unter dem Vorwanddarauf bauen zu wollen, umschloffen sie den Raummit Pallisaden, welche Ehampoleon während derBelagerung von la Mure in so guten Standseßte, daß das was Anfangs eine bloffe Umzäunungwar , endlich zu einem wirklichen Fort wurde. Siewaren zwar durch denFrieden des Herzogs von Mayennegenöthigt worden, es abzubrechen; Allein da die Lagedes Orts immer sehr gut blieb, so hatte LesdiguiereSnie die Hoffnung ausgegeben, es einst wieder her zustellen, wie ex den dreßmal that.

Unter dem Vorwand Tallard belagern zu wol-len , zog er zu Serres fünfzehnhundert Mann zu Fußund drey bis vierhundert Pferde zusammen. Mont-hrun, ein würdiger Sohn desjenigen von dem dieGeschichte so viele rühmliche Thaten erzält; Gou«yernet, Morges, Ehampoleon, Grignan, Veau-

monk-