Neuntes Kapitel.
La Valettes Krieg Ln Dauphine. VerschiedeneTreffen zwischen ihm und Lesdiguieres.
Eine ähnliche Gelegenheit wie die, welche Len Her-zog von Mayenne, wie wir im dritten Kapitel diesesBuchs gesehen haben, nach Dauphine geführt hatte,brachte auch la Valette dahin, und beyde hatten beydiesem Zug das Verderben der Protestanten zur Ab-sicht. Da die Ligueurs sahen, wie sehr viel ihnenLesdiguieres Waffen zu schaffen machten, besondersseit der Einnahme von Montelimar und Ambrun, zweierder besten Städte in der Provinz, so hatten sie denKönig vermocht, eine Armee unter dem Herzog vonEpernon dahin zu schiken, mit einem besondcrn Plan,ste wieder wcgzunchmen. Weil man aber schon tief.im Winter war, der in diesem Land rauh lind langund überhaupt nicht die Zeit für militairische Opera-tionen ist: so wurde die Sache auf das folgende Jahrlzgü verschoben: unterdessen aber machte stch sein
älterer Bruder la Valette dahin auf den Weg.
Die Abstcht der Liguisten, die ausserordentlich insie drangen, daß sie dahin gehen sollten, hatte zwsSeiten. Einmal wollten sie mit den Protestanten fer-tig werden; und dann wollten ste die beyden Brüder,welche die ganze Gunst des Königs besaßen, von ein-ander trennen, um dadurch ihren Anhang zu schwä-chen, und sie wo möglich ganz zu Grund zu richten 14).
Gegen das Ende des Herbsts 1556 begab stchalso la Valette mit einer kleinen Armee von ungefehrdreytaufcnd Mann Franzosen, tausend Schweizernunter dem Obersten Galaty, und fünfhundert Pfer-
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