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Plötzlich merkte er cs, und sagte mir: dieß fey wohlein Liebesbriefgen, das vom Hof gekommen sey, knü-pfte mir meinen Aermel mit Gewalt auf, und zog dasPapier heraus. Meine Gefahr machte, daß ich allenRespekt verlohr; ich fiel ihm in die Hände, und nahmes ihm, indem ich ihn glauben ließ, daß -es ein Briefvon einen: Frauenzimmer wäre, welchen ich um allesin der Welt nicht von ihm gesehen wissen möchte. Sounbesonnen ist die Jugend, wenn sie ihre Handlungenans zufällige Umstände einrichtet, und sie nicht von derVernunft abhangcn läßt. Darum giebt es so vieleMenschen, die sich zu Grunde richten, noch ehe siedas Mannsaltcr erreicht haben. Die beste Zeit ihresLebens lassen sie verstreichen, ohne einen Fortschrittin ihrem Stande gemacht, oder sich zu irgend einemGrad von Ehre erhoben zu haben. Mein Fehler sez-te mehrere Personen in Verlegenheit, welche sich ebenso unklug ausserten als ich gewesen war, da ich bcy-nahe dadurch mich völlig stürzte. Alle unsere 'Anschlägeverrauchten unausgeführt. Die Belagerung dauer-te fort. Monsieur wurde zum König von Pohlenerwählt. Die Pohlnischen Gesandten kamen ins La-ger, um ihn von seiner Wahl zu benachrichtigen, undihn zu bewegen, dahin zu gehen. Der König Karl,eifersüchtig über das Ansehen seines Bruders, wünsch-te eifrigst ihn ansser dem Reiche zu sehen, und dießwar hauptsächlich der Grund, warum man sich ent-schloß , mit la Rochelle zu unterhandle». Es wurdedie Kapitulation gemacht, die Stadt sollte sich erge-ben, aber der König von Pohlen sollte nicht dareineinziehen. Dieß geschah, und bas Lager bekamYen Abschied.
Der König ron Pohlen und Monsieur kehrtennach Paris znrük» Der Herr Herzog behielt sein
Ver-
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