Ich habe im Anfang der Erzählung von dieserBelagerung, das Mißvergnügen des Herrn Herzogsund ferne Verständnisse mit Herrn de la Nvue, wel-cher bey der Armee war, berührt. Dieser dachte aufnichts, als diesem Plaz so zuzusetzen, daß er dabeydem Herzog dazu helfen könnte, sich zu Ergreifung derWaffen zu entschließen. Es waren in der Armee 400.reformirte Edelleute, !es waren dabey der König von Na-varra und der Herr Prinz von Conde, welche, aufge-bracht über die Bartholomäus-Nacht, nichts so sehrverlangten, als Waffen in ihren Händen zu sehen, umsich zu rachen. Der Herr Herzog entschloß sich alsodie Waffen zu ergreifen und davon zu gehen, indemer die Ungerechtigkeit der Bartholomäus-Nacht seinemVerfahren zum Grunde legte, um sich eine Parrhie,und den Reformirten Genugthuung wegen der Stren-ge, mit welcher man sie behandelte, zu verschaffen.Der Herzog, der König von Navarra, der Prinz undder Herr von la Noue waren bey einander, und diePrinzen versprachen einander große Freundschaft. Derehrgeizige und argwöhnische König von Navarra be-fürchtete : der Herzog möchte dies alles dem Herrn deja Mole eröffnen, welchen er liebte, welchen aber er,der König von Navarra, nicht schäzte. Auf diese Artwurde ich das Werkzeug ihres Zutrauens. Man über-dachte , was zu thun sey, nian beschloß, die Unterneh-mungen auf gewisse Plätze, wie Angoulesme undSt. Jean d'Angeli zu richten, wohin der Herzog sichwerfen könne. Hiebey zeigten sich viele Hindernisse.Die Ungewißheit, welche alle Unternehmungen haben,stellte einen schimpflichen Verlust vor; die Schwürig-keit, Leute zur Ausführung zu sammeln, die Zeit derAbreise des Herrn Herzogs, ohne daß man sie bemerkte,alle diese Schwürigkeiten, zogen die Ausführung die-ses Vorhabens in die Länge. Die Schiffs-Armee,Denkwürdigk. VII. B. C wel-
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