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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
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Als ich wieder nach Frankreich gekommen war, be-gleitete ich Herrn von Montinorcnci nach Isle-Adam,wo er sich aufhielt, als seine Mutter die Frau Conne-tablin noch lebte. Herr von Thora, sein Bruder, be-suchte mich im Namen des Herzogs, und brachte mireinen Wechsel, um mich gänzlich von seiner Freund-schaft zu versichern, welche durch die Kälte, die er seiteiniger Zeit an mir wahrgcnommen hätte, in nichtsvermindert worden sey. Er wisse wohl, daß Mon-sieur, sein Bruder, mir viele Zuneigung bezeuge,um mich von seinem Umgang abzuhalten, welchen ichdoch immer gehabt hatte; aber er lade mich ein, ihnmehr als jemanden zu lieben. Hiezu kamen noch dieBeweggründe, welche mein Oheim von Thora vorbrach-te, unter andern: Daß Monsieur das Haus Montmo-renci Haffe, und das Guisische begünstige. Dies würdemir immer bey Monsieur im Wege stehen müssen,oder würde ich in die schlimmen Absichten gegen ihrHaus mit einstimmen. Ich sollte mich erinnern, wiesehr ich den Herrn Herzog immer geliebt hätte , unddaß ich neben ihm erzogen worden sey. Ich nahm diesalles recht sehr in Erwägung; gleichwohl war mir dasAndenken an den Dienst noch sehr frisch im Sinn,welchen mir Monsieur zu BloiS bey meiner Verdrüß-lichkeit mit dem jungen Arpenti geleistet hatte. Ver-gessenheit gegen Wohlthatcn und das Laster der Un-dankbarkeit ist eines der abscheulichsten, welches mehrdenn jedes andere, das B«nd der Gesellschaft zu zer-reissen vermag.

Als ich nach Paris kam, wurde ich von bcydenPrinzen sehr geschmeichelt und geliebt, indem jedermich auf seine Seite zu zrehen suchte. Ich erhieltvon ihnen alle Arten von Gunstbezeugungen, aberkeine Wohlthaten, weil ich keine suchte. Ich thathieran nicht sehr wohl, da cs niemals unanständig

ist,