- 17
einigen Gesellschaften in der Stadt bekommen, wodie Blattern im Hanse wären. Sein Uebel war an-lockend für mich, da ich es noch nicht gehabt hatte.Dem uncrachtet entfernte ich mich nie von ihm, undmachte oft meine Uebungen mit ihm. Dis sieng an,der Königinn seiner Mittler bedenklich zu werden,welche auf nichts so sehr bedacht war, als daß sie disGewalt über ihre Kinder behielte, und dies nicht bes-ser thun zu können glaubte, als wenn sie dieselbe inEifersucht gegen ihre Brüder und im Mistrauen ge-gen ihre Bedienten erhielte. Sie schrieb ihm öfters,und ermahnte ihn in einem ihrer Briefe: er sollte sichweder seinem Hofmeister, noch andern Leuten, welcheBedienungen bey ihm hatten, ganz anvertrauen, son-dern seine Gedanken ihr allein mittheilen. In derThat ein schlimmes Verfahren. Denn sie hätte den-ken sollen, er werde diesen Unterricht eben sowohl ge-gen sie als gegen andere in Ausübung bringen. Ueber-dies statt seinem Hofmeister die Drittel an die Hand zugeben, seine Neigungen lind Handlungen kennen zulernen, die guten zu unterstüzen und zu bestärken, unddie schlimmen zu verbessern; statt dessen gab sie ihmAnlaß, sich blos durch Heuchelei) und Verstellung gut zumachen; gefährliche Fehler welche weit von derjenigenKlugheit entfernt sind, welche zum Umgang in derWelt nothwendig ist.
Diese Zeit über sielen die Treffen bey Iarnac undMontoncour, und mehrere große Begebenheiten vor.Es waren bey Monsieur acht oder zehen junge Leutevon guten Häusern; unter diesen der jüngere von Cre-vecöur, zween von Breffiaux und der Cadet von St.Sulpiee, der nachher bey der Belagerung von Röchel-te getödtet wurde, welche mich alle liebten. EinesTages schwazten wir mit einander, redeten von denMionen des Herrn von Brissac und von seinem gro-
Denkwürdigk» VU,B» B sien