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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
513
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hatte." Am Rand steht; „Henriette de Balzac D' En.tragueS, Maitresse des Königs, Heinrichs l^. Sie wur.de von der Dcmoisclle D' Escoman angegeben, und dar-auf doch nur durch ein bloßes Assigne ins Verhör beschie.den, wiewohl es KönigSmord und Verbrechen der belei-digten Majestät im ersten Grad betraf. Id. p. gzz.

„Am folgenden Tag schickte die Ksniginn einen Hof.jmiker au ihn (den ersten Präsidenten) um ihn zu bitten,sie wissen zu lassen, waS er von diesem Prozeß halte;worauf der gute Manu antwortete: Sage» Eie der Köni-gin», Gott habe mich für dieß Jahrhundert aufgespart,um da noch so erstaunende Dinge zu sehen und zu hören,als ich mein Lebetage noch nicht gehört und gesehen ha.de." — Als einer seiner und meiner Freunde zu ihmsagte, viele wären der Meyiiung: diese Demoiselie reee Heyihre» Beschuldigungen so vieler und selbst der vornehmstenLeute im Reich, imbevachrsam und ohne Beweise, richteteDieser gute Mann Auge» und Arme gen Himmel, und sag-te: Ach nur zu viel, nur zu viel! Iviü.

„Der Herr von Epernon, welcher am stärksten beydieser Sache inkercsstrt war, hitzig gegen dich Frauen,zimmer rechtere, um sie zum Tod verurti,eilen zu lassen,und gewöhnlich in dieser Absicht ins Confer! zu Herrn Se.gnier gieng, besuchte einst den ersten Präsidenien, um Nach,richten deswegen von ihm einzuziehen. Allein dieser Mannwies ihn mit seiner gewöhnlichen Gravität und seinem zu.rückstossenden Wesen, kurz ab, indem er sagte: ich binnicht Ihr Referent, sondern Ihr Richter. Uno als ge.dachter Herr ihm erklärt hatte: er frage ihn blos «isFreund; sagte er: ich weiß von k.incn Freund?n; ich wer-de Ihnen Gerechtigkeit wieverfabren lassen; begnügen Sie

sicl?damit. . Der Herr Herzog von Epernon gieng sehr

mißvergnügt weg, und beklagte sich Vatülur bey der Kö-mginn, worauf sie sogleich jemand an d>n Präsidentenschickte, und ihm sagen ließ: Sie hätte vernommen, daßer dem Herrn von Epernon übel begegne, und bäte ihn,denselben künftig freundlicher zu behandeln, wie cs einemHerrn von dessen Stand und Verdienst zukommc. Daraufgab der Präsident zur Antwort: seit fünfzig Jahren binich Richter, und seit vreyßiq habe ich die Ehre an derSpitze des hohen Pairgerichks dieses Reichs zu stehen;

N. Denkwürdigk.VI.S. K k aber