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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
410
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aber bis zu meiner Ankunft in dieser Provinz ver-schoben, um mich erst besser von den besonder». Um-ständen und Vorfällen und der gegenwärtigen La-ge zuunterrichten,und so mit mehr Einsicht Ihnen mei-ne Meinung in Ansehung der allgemeinen Angelegen-heiten zu wissen thun zu können. Ich habe aberda so vielUnordnung und Verwirrung gefunden, so vieleKla-gen undVcrietzungen desVertragtzvvn St. Menoult,daß ich Ihnen sagen muß,ich weiß nicht wo ich anfan-gcn soffIhncn anzuzeigen, was zu thun ist,um cs rechtzu thun. Ich sehe auf allen Seiten Erklärungenund Versicherungen eines guten Willens für denDienst meines Herrn Sohns, des Königs, undfür das allgemeinen Beste, welche uns sihr ange-nehm sind. Dann aber finde ich diesen schönen Wor-ten so sehr zuwiderlaufende Handlungen, daß, wennich kaum die Hoffnung eines Guts und einer Zu-friedenstellung und nützlicher Vortheile für die öf-fentlichen Geschäfte gefaßt habe, sie sogleich auchwieder verschwindet. Dieß schreibe ich Ihnen nichtfür Sie; denn ich weiß Ihre Liebe zum Besten desReichs und Ihr aufrichtiges Verlangen unsre Zu-friedenheit zu befördern, so zu schätzen, wie es dieBeweise, die ich davon erhalten habe, und die Ver-sicherungen verdienen, die Sie mir darüber gegebenhaben; sondern nur, um mit Ihnen die Unbestän-digkeit und Veränderlichkeit ähnlicher Procedurcnzu beklagen. Ich habe seit zween Tagen Ihren lez-ten Brief hier erhalten, und Bringern dieß ange-hört, wie er Ihnen sagen wird.

Ich zweifle nicht, daß Sie frey und als recht-schaffener Mann meinem Neffen, dem Prinzen vonConde, die Vorstellungen gemacht haben werden,die Sie mir geschrieben haben, und freue mich, zu

hören,