-
364
b« Cv betrieb sie mit allem möglichen Eifer« DasEdikt von Nantes war schon in dieser Absicht gemachtworden, alle andern Mittel, sich den Respekt und dasZutrauen der europäischen Fürsten zu erwerbenwur-den ebenfalls bereits versucht, als wir, Er und ich,«ns mit nie ermüdeter Gedulddie inyre Aordnung.desReichs angelegen scyn ließen« Der Tod des Königsvon Spanien schien uns das glücklichste Ereigniß fürunser Vorhaben; allein der Tod der Königin Elisa«beth versetzte ihm wieder einen so empfindlichen Stoß,daß wir es beynahe ganz und gar wieder ausgege«ben hätten« Heinrich erwartete weder von den Nordi-schen Königen noch von dem Nachfolger dieser Fürstin,,dem König Jacob, als er dessen Charakter kennenlernte, daß, einer von ihnen sich eben so bereitwilligzeigen würde, als diese Königin, jene Last mit ihm zutheilen. Jndeß trösteten ihn die neuen Alliirten, dieer täglich in Deutschland und in Italien selbst ge-wann, ein wenig über diesen Verlust« Der Wassen-stillstand zwischen den Niederlanden und Spanien kannebenfalls unter die weniger günstige Vorfälle gerechnet,werden«.
Wollten wir aber alles in Anschlag bringen,. was,von Hindernissen, im Innern des Reichs von Seitender Protestanten,, der Catholiken, der Geistlichkeitund selbst des Staatsraths Sr. Majestät sich hervorthat, fo könnte es scheinenalles habe sich dagegenverschwören wollen. Sollte man glauben, daß Hein-rich ausser mir nicht einen einzigen Mann in seinemganzen Staatsrath finden konnte, bey dem es nichtgewagt gewesen wäre, ihm seine Entwürfe ganz aufzu-dccken; und daß der ganze Respekt, den man ihmschuldig war, kaum verhindern konnte,, daß man nichtdas Wenige als eine Ausschweifung des Verstands