Z62
so daß ich, wie man an tausend Stellen dieses Werksgesehen hat, der erste war, den König an seine Ver-Pachtungen zu erinnern und oft gegen ihn selbst dasGewicht seiner eignen Gründe zu gebrauchen.
Die Gewohnheit dieses Herrn, beständig alles umsich her zu überschauen, eine Wirkung der ganz bcson«derS traurigen Verlegenheiten, worin» er sich beynahejeden Augenblick seines iebenS befunden hatte, hatteihn seit der Zeit auf diesen Entwurf gebracht, daß er,durch den Tod des Königs Heinrichs lll. auf den Thronberufen, die Erniedrigung des Hauses Oesterreich,als eine unumgänglich nothwendige Sache betrachte-te, um sich darauf zu behaupten. Wenn er den erstenGedanken dazu nicht durch Elisabeth erhielt (7) so istcö wenigstens sicher, daß diese große Königin langevorher darauf verfallen war, als auf ein Mittel, ganzEuropa für die Anmaßlichkeiten feines gemeinschaftli-chen Feindes zu rächen. Die Unruhen, welche dienachfolgenden Jahre alle Wegnahmen, der darauf fol-gende Krieg von 1595, der nachherige mit Savoyen,nach dem Frieden von Vcrvins, stürzten Heinrich inverwirrte Geschäfte, welche ihn nöthigten, jeden an-dern Unternehmungen zu entsagen. Erst nach seinerVermählüng, und als der Friede völlig befestigt war,konnte er den Gedanken an icnen ersten Entwurf wie-der vornehmen, welcher unmöglicher oder wenigstensentfernter als je schien»
Er theilte ihn jedoch Elisabeth schriftlich mit; unddicß erweckte in ihnen 1601. ein so starkes Verlangensich mündlich zu sprechen, als diese Königin noch Do-ver kam, und er bis Calais gieng. Was das Cerc-mvniel einer solchen Zusammenkunft ihnen nicht zuthrm erlaubte, versuchte ich wenigstens im allgemei-nen bey der Reise, die ich, wie man oben gesehen hat,