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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
360
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er in der Folge von Jahr zu Jahr wieder mit neuenAnordnungen und Erläuterungen darauf zu sprechenkam»

Ich war sehr entfernt gewesen, mich ernstlich da»mit zu beschäftigen. Wenn mein Geist auch auf ei-nige Augenblicke dabey verweilte, so hatte mich dererste Blick auf einen Entwurf, welcher die Verei-nigung aller Staaten in Europa, unermeßlichen Auf-wand zu einer Zeit , wo Frankreich seine eigenen Be-dürfnisse nicht einmal bestreiten konnte, und eine Ver-kettung von Umständen, die mir ins unendliche zu ge-hen schien, erforderte, diesen Gedanken sogleich als un-nütz verwerfen lassen. Ich traute mir selbst nicht, dasshier nicht einige Täuschung sich einschleichen sollte. Icherinnerte mich an manche jener Unternehmungen, wo-für man Europa zu interessiren geglaubt hakte; ich hieltmich vorzüglich bey denen auf, welche einige unsererKönige auf weit geringere Gegenstände hin entworfenhatten, und fühlte Widerwillen gegen diese, weil al-le andern übel abgekaufen waren. Die Stimmungder europäischen Fürsten, Verdacht auf Frankreich zuwerfen, so bald dieß ihnen geholfen hätte, ihnen ihreBesorgniße wegen der allzugroßen Macht Spaniens zubenehmen, schien mir schon allein ein unüberstciglichcsHinderniß.

Stack von dieser Idee eingenommen, suchte ichnichts mehr, als Heinrich seine Täuschung zu beneh-men , welcher seiner SeitS erstaunte, mich in kei-nem Theil davon gleicher Meynung mit sich zu finden.Er unternahm sogleich, und brachte es auch leicht zuStand, mich zu überzeugen: es könne nur Vorur-theil seyn, daß ich so ohne allen Unterschied alle Thci«le eines Projekts tadelte, wovon sicher wenigstens nichtalles zu tadeln ftp. Ich konnte cs seinen Bitten nichtversagen, mir Mühe zu geben, um in seinen Sinn