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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
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dcckung erleichterte Heilung derselben würde sie wenig-stens aus einigen jener gefährlichen Krisen rettenkönnen.

Wollten wir uns aber imehr an natürliche und indie Sinne fallende Ursachen von dem Verfall dieses soUngeheuern und furchtbaren Reichs halten, so werdenwir sie bald in der Veränderung derjenigen Gesetze undSitten aufsindcn können, denen cs sein Wachsthumzu danken hatte; in dem Luxus, der Habsucht, demEhrgeiz, und endlich in einem andern Beweggrund,dessen Wirkung durchaus durch keine menschliche Klug-heit gehemmt werden konnte, in dem Einbruch jenerVölkerfluthen von Barbaren, Gothen, Wenden, Hun-nen, Heruler, Rugier, Langobarden re., die es nacheinander, und oft alle zugleich, so heftig erschütterten,daß der Koloß endlich zusammenstürzte. Drcymalwurde Rom durch diese Barbaren geplündert (2): imJahr, 4.'4 unter HonoriuS durch den GothenkönigAlarich; 459 unter Marcian durch den WendenkönigGenscrich ; und 546 unter Iustinian durch Totila unddie Hunnen. Wenn es aber wahr ist, daß damalsdiese Stadt nichts mehr als ein Schatten von demwar, was sie gewesen war, wenn man sie schon alsder Herrschaft der Welt entsetzt ansehen muß, daSchwachheit und Mißbräuche ihrer Regierung diesenErfolg nicht mehr blos als unvermeidlich, sondernauch als ganz nahe und zum Theil als schon geschehen be-trachten ließ; so könnte die Epoche ihres Verfalls weitüber die Regierung Valentinians des >!l. hinauf gesetztwerden, dem man noch eine Gnade erzeigt, wennman ihn den letzten Occidentalischen Kaiser nennt (z),indem schon mehrere der Kaiser, auf die er erst folgte,im Grund nichts als Tyrannen gewesen waren, welchedies Reich unter sich zerrissen, und die Stücke davonin die Hände der Barbaren fallen ließen, welche durch

ihre