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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
319
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leroy nicht sehr delicat in der Wahl der Mittel sey,Sie seinem Sohn gewogen zu machen. Er werde keinBedenken tragen, Ihr die boshafteste und lügen«Hafteste Dinge wider alle Protestanten ohne Ausnah-me beyzubringen, welche doch tausend große und guteDienste von allem Verdacht frcysprechen sollten- Erwürdest» weit gehen, sie als noch weit furchtbarere Feindefür Frankreich, als Spanien selbst, anzugcben; daß,wenn Ihre Majestät die Gründe Villeroy's und diemeinigen mit gleichem Gewicht gegen einander abwa-gen , und dann die Spanier und Reformirten gleich-förmig behandeln wollten, uns beyden, ihm undmir, wobey ich ihn scharf ansah, — nichts übrigbleiben würde, als uns beydc selbst vom Conseil aus-zuschließen, und die Versammlung Hand in Hand zuverlassen. Dies hieß denn fteylich Villeroy das Pistolauf die Brust sehen. Allein dieser Mensch, der inseinem Leben weder öffentlich zu reden, noch selbst auchnur in einem Conseil zu stimmen wußte, war nichtim Stand ein einziges armes Wort gegen mich auf-zubringen. Der Schreck und der Vorwurf seinesGewissens konnten ihn fnylich bey dieser Gelegenheitstumm machen. Er that nichts weiter, als daß ernach der Seite hingieng, wo der Kanzler, und derHerzog vnn Epernsn mit einander sprachen. Die Kö-nigin verließ ebenfalls ihren Plah, und gieng ohne«in Wort zu sagen, zu dem Herrn Grafen von Sois-sons und dem Marschall von Briffac hin, welche be-sonders mit einander sprachen. Ich ahnte nichts Gu-tes von allen diesen Verbindungen.

In der Sache d'Alincourts wurde diesen Tag nichtsMtgenommen, und ich schmeichelte mir bisweilen, disArt wie ich mich dabey benommen hatte, würde ihü»iMcht abhalksn, wieder darauf zu kommen. Er

zöger-