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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
315
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fchadigung für das Gute übrig, was sie nicht Mehr be-wirken kann: der Glanz, mit dem sie beynahc jederzeitSchwierigkeiten und Verfolgungen überstralt»

Die Königin setzte mich bald auf diesen einzigenTrostgrund in den Schmerzen- die ich zu leiden be-gann, herab. Ihr ganzes Benehmen vollendete mei-ne Ueberzeugung, daß sie mich unter so tumultuarischenUmständen blos in der Absicht berufen und aller Weltentgegcngestellt habe, um mich in die traurige läge zusetzen, wählen zu muffen — zwischen der öffentlichenallgemeinen Verachtung, wenn*ich an meiner Pflichtzum Verräther würde, oder dem noch schrecklicher»vielköpfigen besondern Haß, wenn ich die Verbindlich-keiten derselben erfüllte. Was ich, mit Gefahr mirtausend erbitterte Feinde zu machen, im vollen Rathvereitelt hatte, ward nachher als Gratifikation undheimlich zwischen dieser Fürstin und ihrem Vertrautenausgemacht und zugestanden.

Ich bin nicht gesonnen, mich in eine ausführlicheErzählung aller der Vorgänge einzulassen, welche indieser kurzen Zeit im Conseil unternommen wurden,und alles dessen, was ich sprach und that, um sie frucht-los zu machen. Ich müßte eben so viele Proceffe in»siruiren, wobey man nicht ermangelte, alle gewöhnlicheMittel in Bewegung zu setzen, einen allzu strenget»Richter zu bestechen, und wobey ich noch weit mehr inGefahr war, durch erklärte Bewerbungen oder gehei-me Schliche, auf eine Seite gezogen zu werden. IchWill nur Ein Beyspicl davon anführen, damit manMir zugeben möge, daß ein so großes Uebel nicht min-der starke Gegenmittel erfordert, als ich anwendcte.Dazu wähle ich, was in Ansehung Villeroys odervielmehr h'Alincourts vorgieng. Von den Artikeln,

die