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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
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gungen zu schalten. Alle Prinzen und sein eignerBruder, der Herr Prinz von Conty, liebten ihn ebenso wenig als die andern. Er sah sich daher genöthigcnachzugcben.

Ich war einer von denen, deren Freund der HereGraf eine Zeit lang sich zu nennen beliebte (l 8). Ecließ aber bald auf diesen Namen alle Schritte eineswahren Feindes folgen. Dieß geschah bey folgenderGelegenheit. Der Herr Graf hatte zu den Lebzeitendes hochseligen Königs oft sein Gesuch in einer Sa-che erneuert, wovon ich bereits einiges berührt habe.Diese betraf nämlich einen Vergleich, den Seine Ma-jestät über gewisse Gerechtsame mit ihm abschließensollte, welche ihm, wie er behauptete, in Piemontvon Seiten seiner Gemahlin, die aus dem HauseMontaffie war, zuständig wären. Der König, wel-cher äußerst wegen dieser Sache überlaufen wurde, hattemir aufgetragen, sie zu untersuchen. Mein beständigesBestreben, so aufrichtig als möglich für das Bestedes Königs zu sorgen, hatte mich genöthigt, Ihm vor«zustellen: daß der Handel nicht für Ihn sey, daß ersich in unendliche und unzählbare Händel mit demPapst, der Apostolischen Kammer, verschiedenen Car«dinälen und dem Herzog von Savoyen verwickeln wür-de, welche alle auf diese Güter Ansprüche hatten undgrößtenteils schon im Besitz derselben wären. Unterzehn Jahren würde Er sich nicht aus diesem Labyrinthherauswinden, und da er vorzüglich den Papst undden Herzog von Savoyen in Rücksicht auf den Erfolgseiner großen Entwürfe zu schonen hätte, so müsse Ervermeiden, sich in eine Untersuchung einzulassen, welchesie ihm zu Feinden machen würde. Mehr bedurftees nicht, mn es Heinrich ganz aus dem Sinn zubringen.

Der