Tagen vorgkng, nicht anwesend war, und erst nach derErklärung der Regentschaft und nach allen den getrof-fenen Veranstaltungen in Paris anlangte. Dieß wareine neue Veranlassung für ihn zu murren und sichzu beschweren. Er fand eS sehr übelgethan, daß manbey einer Verhandlung, die so wichtig war, als dieder Regentschaft, vorgeschritten sey, ohne ihm Nach-richt davon zu geben und selbst ohne seine Gegenwartabgewartet zu haben. Denn er behauptete, diese Ce-remonie habe ohne ihn nicht vor sich gehen können.Da er sich einbildete; er dürfe nur laut reden, um sichfurchtbar zu machen, so tadelte er dabey verschiedenesan der Form. Er sagte, was niemand vor ihm zusagen gewagt hatte; es sey nur eine sehr geringe An-zahl von Präsidenten und Rathen gewesen, welche ander Ernennung der Königin bey der ersten Parlements-sitzung Theil gehabt hatten. In der Versammlungam folgenden Tag, welcher der König, die Prinzen,die PairS, Cardinäle und andre Kronbeamte beyge-wohn; hatten, habe man, voll Furcht, bey einer Stim-mcnsammlung, welche doch bey dergleichen Gelegenhei-ten statt haben müßte, Widerspruch zu finden, sichmit einer bloßen unförmlichen und übereilten Bestäti-gung der gestrigen Handlung begnügt. Dieß nannteer eine nichtige Handlung bestätigen. Er sah wohl,daß er sich nicht würde Gehör verschaffen können, solange er nicht seine Partey beträchtlich machen würde,und thüt sich deswegen so sehr Gewalt an, daß er meh-rere Personen am Hof, mit denen er gar keine Ver-bindung hatte, zu gewinnen suchte. Zwey Dinge vor-züglich verhinderten ihn, durchzudringen; sein frosti-ges, stolzes Wesen und der Vorzug, welchen die Höf-linge denen geben zu müssen glaubten, welche man imBegriff sah, bald über die Schätze und Gnadenbczeu-
gungen