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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
205
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sagte:Ihr seht, wie ich Herrn von Sully liebe, undmit welcher Offenheit ich hier mit ihm handle. Ichynll, daß ihr eben so gegeneinander seyd, und uns glau-bet ^ damit ihr uns einst im Alter zum Stab dienenkönnet. Und Ihr, mein Sohn, sollt mir Herrn vonSully ehren wie mich selbst; Ihr sollt ihn besuchen,ohne ihm jedoch beschwerlich zu fallen, um von ihmdas Kriegshandwerk und die Ordnung zu lernen, dieman in Geschäften beobachten muß. Seine Liebe znmir bürgt mir dafür, daß er vor Euch nichts, waSer weiß, geheim halten wird, so wenig als vor seinemeignen Sohn, den Ihr mit Bruderliebe lieben sollt»Ich befehle Euch beyden, alles zu vergessen, was ei-nigen Kaltsinn unter Euch vsrusacht haben mag»

Wir bemerkten mitFreuden, daß jeder Tag irgendeine Hinderniß hob. Der gedachte Antrag einesBündnisses gieng erwünscht beymHerzdg von Savoien.12) Der König von Schweden erbot sich von selbst, undum sein Interesse desto fester an das unsrige zu knü-pfen, gab er dem König zu verstehen, daß er sich nachFrankreich wenden werde, um eine Gemahlin für sei-nen Sohn, den Krön-Prinzen, zu holen, der bey allseiner Jugend doch schon muthig die Entschlüsse seinesVaters unterstützte. Die Könige von Eygland undDännemapk waren schon mehr als halb gewonnen.Die Protestanten in Ungarn, Böhmen, Mahren,Schlesien und Oberöstrcich, angetriebcn von unfernAgenten, und noch starker bestimmt durch die Ver-folgungen und Grausamkeiten, womit die Jesuiten siedurch die kaiserlichen Minister bedrücken ließen, gabenuns ihr Wort, eine mächtige Diversion an diesenGrenzen Deutschlands zu machen, sobald der Kriegerklärt scyn würde. Man sah aus den Briefen vonBongars und aus denen des Landgrafen von Hessen,

daß