Hauses Oestccich zu widerstehen. Und dieß ist dochunstreitig der Hauptpunkt, den man nicht aus demGesicht verlieren darf. Wir wären dessen nicht über»hoben gewesen, an jedem der drcy Striche, wo die strit-tigen Länder mit Frankreich und Flandern gränzen,einKorps von wenigstens viertausend zu Fuß und achthun-dert zu Roß zu halten, in einer vortheilhaften Stel-lung auf neutralem oder unserm eignen Grund undBoden, wo es keine Feindseligkeiten ausüben durfte,sondern einzig einige Pässe beseht und den Feind imRespekt halten würde, wo eS jeden Verbündeten sichzu erklären und im Nothfall den gänzlichen Unter-gang derer verhindern müßte, die man unterstützenwill. Abermals viel Aufwand, einzig um einen Kriegfortdauern zu lassen, den man mit Einem Streich en-digen konnte, wenn man sich besser dabcy benahm. Esgiebt ein politisches Sprichwort: wer bald giebt,giebtdoppelt; lieber wollte ich dazu noch setzen: wer halbgiebt, giebt doppelt, und doch nichts. Wir habendavon ein ganz frisches Beyspiel an der Empörung dervereinigten Provinzen, daß diese Art, Verbündete zuunterstützen, welche in die Länge so lästig fällt, alseine schnelle und nachdrückliche Hülfe, doch nichts be-wirkte, als daß sie das nothgedrungcne Nachgeben nochauf eine kurze Frist hinausschvb, statt daß man sie derSpanischen Herrschaft ganz hätte entziehen können.Wenn dieß der ganze Gewinn ist, den unsre Freund-schaft den deutschen Fürsten verschaffen soll, so werdensie uns wenig oder gar keine Verbindlichkeit haben;nur mit dem Unterschied zwischen ihnen und Holland,daß jeder Vergleich, er mag auch noch so annehmlichangetragen werden, für sie nichts anders als eineLockspeise seyn kann, deren sich der Kaiser unfehlbarbedienen wird, um sie zu körnen und zu verderben. Undwer steht uns dafür, daß wir selbst dann nicht einst
die