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will ihn vom Hof verbannen. Der Befehl dazu wur-de auch würklich sogleich gegeben. Die Sache machteganz das Aufsehen, das man sich verstellen kann, undich gestehe , daß sie mich zehen ganzer Tage in Verle-genheit fehle.
Dies'ist aber noch nichts gegen das Aufsehen, wel-ches die Sache des Herrn Prinzen von Conde machte.Die Vermahlung dieses Prinzen mit Fräulein vonMontmorency, welche zu Anfang dieses Jahrs vollzo-gen worden war, brachte am Hof die Gerächte vonGalanterie zwischen dem König und der Prinzeßin sogar nicht zum Schweigen, daß diese dadurch vielmehrerst recht in Bewegung kamen; wie ich immer vorausvermutet hatte. Zweytausend Thaler, welche der Kö-nig dem Fräulein zum Brautkleid gegeben hatte undfür achtzehentausend Livres Juwelen, welche für siedurch Fra» von Angoulemc von dem GoldschmidMes-sier auf der Wcchselbank gekauft wurden, wovon dasCertificat vom rasten May bekannt war, eine Mengeanderer Gnadenbezeigungen und Geschenke, welche demPrinzen von Conde in Rücksicht aufdiese Verbindunggemacht wurden, schienen hinreichende Beweise vondem Verständnisse; wiewohl in der That nichts vondiesem allem unwiderleglich war. Da ich aber eben sowenig auf der andern Seite ausschwcifen will, wie dieSchmeichler dieses Prinzen thaten, welche sich öffent-lich zu behaupten bemühten, daß cS nicht bloß aus Rück-sicht auf die junge Prinzessin geschehe, so halte ich michan das, was ich bereits von meinen Gesinnungen hier-über geäußert habe. Dies hält das Mittel zwischenbeydcn Behauptungen ; wenige blieben dabey stehen»
Die Königin und der Prinz von Conde, welchediese Sache näher anging, erhitzt durch alle die Re-den, die man ihnen unaufhörlich zuflüsterte, hatten
bald