in der Folge noch sehen wird, so hatte Er dieß nur ei«ner Oekonomie zu danken, die man unter den vorher«gehenden Regierungen nichtkannte, und deren man sichvielleicht geschämt haben würde. Die Fremden durftennicht mehr, so frey wie sonst, ihre Hände in die Finan-zen stecken. Der Kurfürst von der Pfalz schrieb mirin diesem Jahr von Heidelberg, um mich aufs angele-gentlichste zu bitten, Nachsuchung wegen Rückzahlungvon Geldern anstellen zu lassen, die er, wie er sagte,dem König so redlich vorgestreckt habe, wofür er aberin acht Jahren nichts habe erhalten können, als eineeinzige Anweisung. Carl Paul, sein würklicher Rathund Kammerherr wurde von ihm an mich geschickt, mitgroßen Dicnsterbietungen, um diese Sache zu betrei-ben. Mein Posten hat mir oft Komplimente von aus-wärtigen Fürsten zugezogen. Der Herzogvon Savoienschrieb mir einen äußerst höflichen Brief bey Gelegen-heit der Glückwünschung zu der Geburt unsers drittenPrinzen, die er Sr. Majestät durch denSieurJacopmachen ließ.
Die Krankheit der Herzogin von Lothringen brach-te den Herzog von Mantua nach Lothringen und vonda nach Frankreich. Diese Fürstin befand sich auf ih-re Niederkunft so übel, daß die Aerzte geraume Zeitan ihrem Aufkommen zweifelten. Sie hatte nur eineTochter gehabt, welche sich wohl befand; die Muttergenas endlich auch wieder. Ihre Majestäten nahmenviel Antheil an ihrem Zustand, und unterließen eben-falls nichts, um dem Herzog von Mantua seinen Auf-enthalt in Frankreich angenehm zu macken. Man gabihm eine Menge Ballets, und noch mehr gute Mahl-zeiten, was der König, nach seiner Abreise, schwer zubüßen hatte, indem Er eine Menge Medicin nehmenmußte. Er ging erst in der Mitte des Oktobers wie-
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