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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
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Ludwig der Heilige band seincm Svhn nichts so sehr ein,als daß er nie etwas von seinen Unterthanen wider ih-ren Willen und ohne ihre Einwilligung fordern solle.Philipp von Valois, nicht so skrupulös, konnte diegefährlichen Folgen des entgegengesetzten Benehmensnicht vermeiden. Er sah seine vorzüglichsten Städtegegen sich empört. Er hatte, ehe er noch König war,einer Versammlung von Notabeln, unter der Regie-rung Ludwigs des Gremers (Zänkers) beygewohnt,worinn beschlossen worden war: Die Könige von Frank-reich sollten bcy ihrer Salbung beschwören, keine neueAuflage auf das Volk zu machen ohne Einwilligungder versammelten drey Stände des Reichs. Johannder i. und Karl V. unterwarfen sich diesem Gesetz, undsuchten bescheiden um Reichshülfe an, die ihnen zu-gcstanden wurde. Eine auf die Köpfe > ohne Stän-deversammlung noch Volksbewilligung umgelcgte 'Steuer (zy) wurde nicht als das kleinste Unglück in derRegierung Karls ^ angesehen, dieser an unglücklichenEreignissen so fruchtbaren Regierung, daß man sie bey-nahe das Grab der guten Gesetze und guten Sitten inFrankreich ansehen kann. Die Nothwendigkeit ver-mehrte das Uebel, während es das Murren darüberunter Karl VII verminderte, welcher die Engländer ausdem Reich zu vertreiben hatte, und dabey geschickt die-sen Tribut in eine ordentliche und regulirtc Abgabe ver-wandelte, welche von ihrer persönlichen Schatzung denNamen Steuer bekam, wiewohl sie nur unter ver-schiedenen Modifikationen nach Verschiedenheit derProvinzen eingeführt wurde. In einigen war sieKopfsteuer, in den andern Grund - und Vermögen-steuer, in andern endlich aus beydem vermischt. Siewurden von Karl Vii. auf eine Milloin achtmalhun-dcrttausend Livres festgesetzt. Wir wollen sehen, wel-