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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
41
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würde das wahre Mittel gegen diesen Leichtsinn seyn.Der König hatte vor, ihn mit Fräulein von Mont-morency (20) zu verheirathen. Aber diese Verbin-dung trieb Seine Verdrüßlichkeiten vollends aufsHöchste, wie wir unter dem folgenden Jahr sehenwerden.

Die Verbindung des Frauleins von Mercoeurerbitterte Ihn ebenfalls und vollends ganz gegen dasHaus Lothringen. Sie war eine ausgemachte Sacheschon seit der Reise des Königs nach Bretagnern Jahri;y8 und beyde Theile hatten nun das Alter zur Voll-ziehung. Allein die Mutter und Großmutter desFräuleins hatten ihr eine solche Abneigung gegen denHerrn von Vendome cinzuflößen gewußt, daß sie garnicht von ihm reden hören konnte. Der Prinz vonConde, welcher damals noch nicht verheirathet war,wäre wohl weit eher nach beider Geschmack gewesen.Auf den Fall aber, daß dieser nicht sich cinlasscn wür-de , so hätte die Herzogin das große Vermögen ihrerTochter lieber in ihrer eignen Familie behalten. DerKönig ließ es sich nicht ausreden, daß die Herzoge vonGuise und Mayenne nicht dazu beytragen sollten, dieHalsstarrigkeit dieser Frau zu unterhalten, und ich be-hauptete bisweilen gegen Ihn, daß Er ihnen hierinnicht Gerechtigkeit widerfahren lasse. Dies hätte Eram Ende schon aus dem geringen Widerstande schlie-ßen! müssen, den sie Seinen Absichten in den Weg leg-ten, als Er diese ihnen durch den Marquis Draison er«erklären ließ, den sie an Ihn geschickt hatten.

Sein Ansehn brauchen und ohne Widerrede be-fehlen , wäre das geschwindeste und sicherste gewesen.Allein Heinrich war bey dieser Gelegenheit noch weni-ger als bey fcder andern, zu diesem Mittel aufge-legt (ri.) Es gab noch zwey andre, Gelindigkeit und

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