willen empfand. In der ersten Aufwallung seinesZorns schrieb Er mir: da Er entschlossen sey, Eguillonzu bestrafen, so bitte Er mich, vor allen Dingen zuvergessen, daß ich bis itzt mich unter dessen Freundebekannt hatte, weil ich unstreitig der Freundschaft mei-nes Königs ungleich mehr schuldig sey. Dieser Briefwar mir ein starker Beweis von der großen Mcnschen-kenntniß dieses Herrn. Er sagte mir voraus: alleDienste, welche ich Eguillon erzeugen würde, würdenvergessen werden, sobald mich ein Mißgeschick ausserStand setzen würde, ihm ferner welche zu erzeigen,und nichts sjst je richtiger eingetroffen.
Ich war damals weit entfernt, es zu glauben,und indem ich bloß darauf sah, was meine Freundschaftgegen daS ganze Haus Lothringen von mir forderte,hielt mich der Brief des Königs, — den mir SeinEilbote zu Montargis zustellte, wo er mich auf demRückweg von Sülly traf, — nicht ab, Sr. Majestätsogleich zu antworten, und zwar einzig um das zu thun,was Er mir verboten hatte, nämlich Ihn zu GunstenEguillons zu erbitten, ohne erst es anstchen lassen zuwollen, bis ich selbst nach Hof käme, wohin ich un-verzüglich wollte. Ich kann sagen, daß mein Briefnicht undienlich für Eguillon war, als Ess vor Sr. Ma-jestät erschien, um sich zu rechtfertigen. Folgendesschrieb mir der König selbst am 22. Map. „Ihr Brief„ist just noch recht gekommen; denn er war diesen Abend„da, und hat auf eine Art mit mir gesprochen, daß„wenig fehlte, ich wäre losgebrcchen. Würklich, die-„se junge Vrut wird sehr unverschämt." '— Ich thatnoch mehr als ich nach Fontainebleau ging. Es be-durfte des ganzen Ausharrens, dessen nur die lebhaf-teste Freundschaftallein fähig ist, um die Empfindlich-keit des Königs zu besiegen. Ich brachte cs dahin,