Erstgebohrne vom Haus Sommerive, (17) sagte: dasVerfahren seines Bruders habe sicher bcy niemand mehrUnzufriedenheit und Unwillen erregt, als bey seiner eig-nen Familie. Die Krankheit seines Vaters kommebloß davon her, Er selbst wollte lieber mit diesem un-würdigen Bruder todt seyn, der zur Geißel seiner Ver-wandten gsbohren sey. Der König wisse ja selbst nurallzugut, wie er sie behandle, wiewohl sie eS, we-gen der Ehre des Hauses, nicht bekannt werden zu las-sen suchten. Dieser letzte Streich endlich bringe siealle zur Verzweiflung. Dazu setzte d'Eguillvn noch —indem er mich bat ihm mit meinem Rath beyzustchen,er wolle, wenn es der König befehle, selbst zu Ihmkommen, um Seine Befehle zu vernehmen, und sieselbst gegen seinen eignen Bruder zu vollziehen, siemöchten lauten wie sie wollten. Was ihn selbst beträ-fe, so würde er eher an seinem eignen Leben als andem Eid untreu werden, den er geschworen habe, sei-nem Herrn mit aller Treue und allem Eifer eines Die-ners und Unterthans zu dienen.
Um Eguillon nicht merken zu lassen, daß ich nacheinem Auftrag vom König gekommen sey, antworteteich ihm: ich rathe ihm nicht, zu Ihm zu gehen, in-dem ich nicht wüßte, ob Er schon von der That unter-richtet sey. Ich würde ihm aber in Zeit von vier undzwanzig Stunden einen guten Rath crtheilen können,welche Zeit ich haben mußte, um hinzu schicken, undmich nach dem Willen des Königs zu erkundigen. Ichbegnügte mich für jetzt, ihm die Schwarze der Thatrecht einleuchtend und die Folgen davon recht fürchter-lich vorzustellen. Ec machte alles, was ich ihm sagte,noch arger, und zwar mtt einer Aufrichtigkeit, von devich dem König Bericht erstatten zu müssen glaubte, demich dabey sagte r Es hange bloß von Ihm ab, die Ge-