34
schen kostet eines so viel als das andre. Der Königfand diese Verbindung, als man Ihm davon sagte,nach Seinem Geschmack, und begnügte sich, Laborde,einen Adlichen, den Er unter allen Anhängern der Grä-fin als den eifrigsten für Seinen Dienst kannte, zurEntdeckung anzustellcn, ob es von beyden Weiten auf-richtig gemeint scy, und besonders zu verhüten, daßdie jungen Leute nicht aus den Schranken der Pflichtwichen. Laborde's Bericht fiel nicht günstig für Som«merive aus, der sogleich darauf dachte, diesen lästigenWächter aus dem Weg räumen zu lassen. Eines Tagsals er zum Abendessen gegangen war, begegnete erbeim Herausgchn aus der Kirche Laborde, und sic! ihnauf eine solche Art an, daß dieser sein Leben nur devFlucht zu danken hatte. Der König befahl mir, Nach-richt wegen dieser Sache einzuziehcn, die Er in Sei-nem Zorn als Meuchelmord angesehen wissen wollte.In der That machte auch die Zeit, die Somme-rive dazu gewählt hatte, und der Mangel an Respektfür den König, sie noch sträflicher.
Da indessen doch mit einiger Mäßigung dabeyverfahren werden mußte, wär's auch nur wegen Laboc-de selbst — denn der König gab zu, daß Sommerive ganzanders zu fürchte» sey als Ioinville — so kam La Va-renne von Ihm zu mir, um mit mir die Mittel zuüberlegen, um aus diesem Handel zu kommen. DasBeste schien uns daß der Herzog von Mayenne Sr. Ma-jestät selbst Genugthuung an seinem Sohn verschaffte.Ich bekam den Auftrag zu dieser Botschaft, und zu-gleich volle Macht über die Art der Ausführung. Ichfand den Herzog von Mayenne in einem so heftigen An-fall von Gicht und Fieber, daß cs keine Wahrschein-lichkeit war, ihn, und noch dazu in einer solchen Sa-che sprechen zu können. Der Herzog von Eguillon, der