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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
30
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Zeit sehr schonlich mit der Königin umgehen. Dreßalles hängt mit einer HosiJntrike zusammen, welcheeinigen Personen Vergnügen machen wird, und die ichnicht besser als mit folgendem Brief aufangen kann,Len der König von Fontainebleau an mich schrieb.

Wiewohl ich im Unfrieden mit der Frau vonVerneuil, abgereist bin, so möchte ich doch gern denGrund von einem Gerücht wissen, das hier umgeht,daß sie Besuch vom Prinzen von Joinville bekomme.Suchen Sie die Wahrheit davon zu erfahren undschreiben Sie es mir alsdann in einem Bilket, das ichverbrennen will, so wie Sie mit diesem hier thun wer-den. Man sagt, dieß sey es, was ihn so lang auf-halte. Sie werden wohl wissen, ob es nicht viel-mehr der Geldmangel ist."

Die Nachricht war acht. Joinville hatte sichvon den Reizen der Frau von Verneuil bezaubern las-sen, die ihn, sagte man, eben nicht zur Verzweiflungtrieb. Geraume Zeit war von nichts die Rede als von ih-rem guten Vernehmen, und von den sehr zärtlichenBriefchen, die sie sich geschriebe haben sollten. Endlichversicherte man, der Heuraths - Antrag sey in vollemErnst gemacht worden. Man sieht wohl, daß ich beyallem, was ich hier sage, nur referire, was am Hof undin ganz Paris laut war. Dennoch behalte ich beydieser Sache, so geringfügig man sie ansehen mag, sehrwichtige Geheimnisse zurück. Wenn die Sache unterbeyden siebenden so weit ging, als man behauptenwollte, so scheint es, daß Frau von Verneuil der betro-gene Theil dabcy war - und daß sie, trotz ihrer Erfah-rung, dennoch den Stil und Gang eines, mehr unbe-sonnenen als verliebten, jungen Mannes noch nichtrecht kannte« Versprechungen, Schwüre, Vertrau-